Grundlagen Wirkungen Indikationen Zusammensetzung Dosierung Nebenwirkungen/Kontraindikationen Hinweise
GRUNDLAGEN
Brustkrebs gehört in den westlichen Industrieländern zu den am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankungen der Frau. Allein in Deutschland treten jährlich 46.000 Neuerkrankungen auf. Schätzungen zufolge entwickelt eine von zehn Frauen irgendwann in ihrem Leben ein Mammakarzinom. Obwohl die Medizin in den letzten zehn Jahren große Fortschritte gemacht hat und die Früherkennungsrate und Heilungsrate durch Mammographien, regelmäßige gynäkologische Untersuchungen und neue Operationstechniken sehr hoch ist, stellt die Diagnose «Brustkrebs» nach wie vor eine große Herausforderung für die Ärzte und eine große psychische und physische Belastung für die betroffenen Frauen dar.
Bei der Entstehung von Brustkrebs spielen Metabolite des Östrogenstoffwechsels eine Rolle. Viele Tumoren sind sogenannte östrogenabhängige Karzinome, bei denen Östrogen- und Progesteronrezeptoren im Tumorgewebe nachgewiesen werden können. Diese Arten sprechen auf eine Therapie mit sogenannten Antiöstrogenen an, wobei das bekannteste davon Tamoxifen ist. Tamoxifen ist ein synthetisches, nichtsteroidales Antiöstrogen, hemmt die Östrogenrezeptoren im Tumorgewebe und somit das Krebswachstum.
1997 konnte nachgewiesen werden, dass auch Indol-3-Carbinol in der Lage ist, das Wachstum von Brustkrebs zu stoppen, indem es den Östrogenstoffwechsel positiv beeinflusst und ähnlich wie Tamoxifen den Zellzyklus unterbricht. Schon viel länger hat Indol-3-Carbinol auch eine große Bedeutung in der orthomolekularen Medizin als Antioxidans.
Erstmals bekannt wurde Indol-3-Carbinol bereits 1960 durch seine Wirkung bei durch chemische Gifte (Dioxin) hervorgerufene Karzinome. Indol-3-Carbinol kontrolliert den Östrogenstoffwechsel durch denselben Rezeptor, der es Dioxin ermöglicht, in die Zelle einzudringen. Dieser Rezeptor kann nur durch einige Gifte und unter anderem auch Indol-3-Carbinol aktiviert werden. Der Unterschied ist allerdings, dass Dioxin nach Bindung an diesen Rezeptor Krebs auslöst, während Indol-3-Carbinol das Tumorwachstum hemmt.
WIRKUNGEN
Indol-3-Carbinol (I3C®) ist eine phytochemische Substanz (ein Glucosinolat), die in Gemüsen aus der Familie der Kreuzblütler enthalten ist – vor allem in Broccoli, Weißkohl, Rosenkohl und Blumenkohl. Indol-3-Carbinol bietet Schutz gegen hormonabhängige Tumoren durch gezieltes Eingreifen in den Stoffwechsel des Sexualhormons Östradiol. Für dessen Abbau gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Als Metaboliten können entweder Östriol oder Catechol-Östrogen entstehen. Während eine hohe Konzentration an Östriol das Brustkrebsrisiko nach der Menopause steigert, nimmt Catechol-Östrogen kaum Einfluss auf das Tumorwachstum. Bei Studien zeigte sich, dass Indol-3-Carbinol die Bildung des harmloseren Abbauproduktes fördert.
Bei mehreren in-vitro und in-vivo Studien konnte gezeigt werden, dass Indol-3-Carbinol das Wachstum von Östrogen-Rezeptor positiven Tumorzellen um bis zu 90 Prozent hemmt. Auch bei Östrogen-Rezeptor negativen Mammakarzinomen kam es bei Gabe von Indol-3-Carbinol zu einer Hemmung des Zellwachstums. Bei diesen Tumoren hat Tamoxifen keine Wirkung. Die günstige Wirkung von Indol-3-Carbinol ist hier wahrscheinlich auf seine starke antioxidative Wirkung zurückzuführen. Bei weiblichen Raucherinnen konnte außerdem gezeigt werden, dass Indol-3-Carbinol das Wachstum von Lungenkrebs hemmt.
INDIKATIONEN
Neben der unterstützenden Behandlung bei Brustkrebs – wobei die Einnahme nur nach strenger Indikationsstellung durch einen Arzt erfolgen sollte – bestehen aufgrund der starken antioxidativen Wirkung von Indol-3-Carbinol auch Indikationen bei:
- unregelmäßiger und einseitiger Ernährung
- starken Rauchern
- Personen, die chronisch krank sind und ständig Medikamente einnehmen müssen
- vor und nach Operationen wegen bösartiger Tumoren
- älteren Menschen mit verminderter Leistungsfähigkeit des Immunsystems
ZUSAMMENSETZUNG
Eine Kapsel enthält 200 mg Indol-3-Carbinol (I3C®) in pharmazeutisch reiner Qualität.
DOSIERUNG
Im Normalfall 1 bis 2 Kapseln täglich mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.
NEBENWIRKUNGEN/KONTRAINDIKATIONEN
Bisher konnten bei Einnahme von Indol-3-Carbinol keine Nebenwirkungen festgestellt werden.
HINWEISE
Es wird strikt empfohlen, vor der Einnahme von Indol-3-Carbinol einen Arzt zu konsultieren. Dies gilt insbesondere beim Vorliegen von chronischen Krankheiten, Tumorerkrankungen und bei regelmäßigem Medikamentenkonsum. Treten unter der Einnahme Beschwerden auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und ihn über die Einnahme informieren.
Dieses Produkt erhalten Sie in Apotheken oder über die Firma Pharmatrans.
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