Grundlagen Wirkungen Indikationen Zusammensetzung Dosierung Nebenwirkungen/Kontraindikationen Hinweise
GRUNDLAGEN
DHEA ist derzeit eines der wichtigsten Substanzen in der Anti-Aging Medizin. Aufgrund seiner zahlreichen Wirkungen auf das Immunsystem und den Hirnalterungsprozess wird es mehr und mehr bei nachlassender Leistungsfähigkeit im Alter eingesetzt. DHEA wirkt nachgewiesenermaßen stark harmonisierend auf die Psyche, erhöht die Stresstoleranz und kann auch vor Alzheimer schützen.
Leider kommt es mit zunehmendem Alter zu einem deutlichen Abfall der DHEA-Spiegel. Bereits ab dem 40. Lebensjahr sinken die Spiegel auf ein Drittel der Werte von 30-jährigen ab und bei 60-jährigen auf ein Neuntel. Dabei ist DHEA eines der vielseitigsten Hormone im menschlichen Körper.
In zahlreichen Versuchen wurde festgestellt, dass DHEA einen wirksamen Schutz gegen Herz-Kreislaufprobleme darstellen könnte, da es den Cholesterinspiegel senkt und die Gerinnungsfähigkeit des Blutes positiv beeinflusst. Weitere Untersuchungen haben außerdem ergeben, dass DHEA das Gedächtnis merklich verbessert, das Immunsystem leistungsfähiger macht, den Abbau von Körperfett, sowie die Östrogenund Testosteronproduktion unterstützt und die Libido steigert. So ist es nicht verwunderlich, dass Wissenschafter in aller Welt dieses bislang etwas vernachlässigte Hormon mit neuem Respekt und neuer Hoffnung betrachten.
WIRKUNGEN
DHEA (DeHydroEpiAndrosteron) ist ein Steroid-Hormon, das mit Hilfe von Cholesterin in den Nebennieren, im Gehirn und in der Haut produziert wird. Ein großer Teil dieses Hormons ist an bestimmte Eiweißmoleküle von anderen Hormonen gebunden. Freies DHEA ist ein «Mittlerhormon», das die Grundbausteine für andere Hormone und Vitalsubstanzen liefert – unter anderem auch für die Produktion von Testosteron (männliches Geschlechtshormon) und Östrogen (weibliches Geschlechtshormon). Offensichtlich wirkt DHEA als Steroid-Vorläufer sozusagen als «Puffer-Hormon» zur Wiederherstellung der Homöostase in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Hormonen, Enzymen und Vitalsubstanzen, für deren Bildung es zum Teil selbst die Grundbausteine liefert.
Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die DHEA-Produktion dramatisch ab, was bei der Frau zur allmählichen Einstellung der Östrogenproduktion und zum Einsetzen der Wechseljahre führt. Beim Mann gilt das gleiche für die Testosteronproduktion. Bei verminderter Testosteronproduktion wird auch weniger DHEA gebildet. Diese niedrigen DHEA-Spiegel führen in weiterer Folge auch zu einem höheren Cholesterinspiegel mit allen damit verbundenen Folgen und Risiken. Auch die Stressbelastbarkeit nimmt mit abnehmender DHEA-Produktion sprunghaft ab.
DHEA steht außerdem derzeit im Brennpunkt einiger der intensivsten medizinischen Forschungsprojekte dieses Jahrhunderts. Wissenschafter der prominentesten medizinischen Forschungsstätten in den USA wie Harvard, Stanford, der Universitäten von Wisconsin, Utah und Kalifornien, studieren die Eigenschaften und möglichen Wirkungen von DHEA. Immer mehr scheint es sich als potenter Schutz gegen Krebs zu erweisen. Eine Forschergruppe unter Dr. Arthur Schwartz arbeitet an einem Medikament auf DHEA-Basis, das möglicherweise als erste «Anti-Krebs-Pille» auf den Markt kommen könnte. Infarktpatienten, Männer mit Prostataleiden und Frauen nach Eintreten der Menopause weisen sehr niedrige DHEA-Spiegel auf.
INDIKATIONEN
Altern: Altersforscher sind der Meinung, ein gestörtes Gleichgewicht zwischen Cortisolund DHEA-Produktion sei für zahlreiche, auf Stress und Alterung zurückzuführende Beschwerden verantwortlich. Bei Studien konnte gezeigt werden, dass DHEA bei älteren Menschen ein allgemeines «Wohlfühlgefühl» bewirkt. Außerdem kann durch die Einnahme von DHEA besser mit Stress umgegangen werden.
Immunsystem: DHEA wirkt direkt auf die Lymphozyten und stimuliert mit Interleukin-2 ein wichtiges Kommunikationsprotein der Immunregulation. DHEA wirkt stärkend auf das Immunsystem und macht den Körper widerstandsfähiger gegen Infektionen.
Extrem niedrige DHEA-Spiegel wurden auch bei Patienten mit Arteriosklerose, Bluthochdruck, Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche, bei Übergewicht und gestörtem Fettstoffwechsel, chronischem Ermüdungssyndrom, bei hohen Cholesterinwerten, bei Alzheimer'scher Krankheit und bei Multipler Sklerose gefunden. Auch bei Lupus erythemadodes, einer Autoimmunerkrankung, bei Osteoporose, Depression und Asthma fanden sich niedrige DHEA-Spiegel.
Bei all diesen Erkrankungen kann die DHEA-Substitution helfen, Symptome zu verringern und die Lebensqualität zu steigern.
Krebs: DHEA kann Krebs nicht heilen und darf nicht anstelle einer etablierten Krebstherapie eingenommen werden, da die Studien über seine Wirkungen noch nicht abgeschlossen sind. Mehrere Studien zeigten aber, dass der Ausbruch von Krebserkrankungen in direktem Zusammenhang mit niedrigen DHEA-Spiegeln zu stehen scheinen. Im Laborversuch konnte das Wachstum mehrerer Krebsarten erfolgreich unterdrückt werden.
ZUSAMMENSETZUNG
Eine Kapsel enthält 5 mg, 10 mg, 15 mg, 25 mg oder 50 mg reines DHEA in einer hypoallergenen Reisstärke-Basis.
DOSIERUNG
Eine genaue Dosierung von DHEA kann nur nach der Erstellung eines individuellen Hormonstatus erfolgen. Mit der Einnahme kann ab dem 25. Lebensjahr begonnen werden.
Folgender Dosiervorschlag soll als Richtwert dienen:
Frauen: 5 – 25 mg Männer: 25 – 100 mg
Die Einnahme sollte in der Früh auf nüchternen Magen ca. 30 Minuten vor dem Frühstück mit reichlich Flüssigkeit erfolgen.
NEBENWIRKUNGEN/KONTRAINDIKATIONEN
Bisherige Untersuchungen haben keine nennenswerten negativen Nebenwirkungen bei der oralen DHEA-Substitution gezeigt. Vereinzelt wurde eine leichte Aknebildung beobachtet, die jedoch nach dem Absetzen der Einnahme sofort verschwand. Seltener wurde bei älteren Frauen ein leicht verstärkter Gesichtshaarwuchs festgestellt, wobei zu bedenken ist, dass bei älteren Frauen ein verstärkter Gesichtshaarwuchs sehr oft auch ohne DHEA-Einnahme auftritt.
HINWEISE
DHEA ist eine potente Substanz und sollte nicht ohne vorherige Konsultation eines Arztes eingenommen werden. Dies gilt besonders, wenn Sie sich zur Zeit in ärztlicher Behandlung befinden oder ärztlich verschriebene Medikamente oder andere Hormonpräparate einnehmen.
DHEA darf bei hormonbedingten Krebsarten (Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs bei Frauen, Prostatakrebs bei Männern) nicht eingenommen werden (zur Vorbeugung ja, bei diagnostizierten Tumoren nein). Außerdem sollte während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit auf eine DHEA-Substitution ganz verzichtet werden.
Da oral eingenommenes DHEA in der Leber aufbereitet und von dort in die Blutbahn abgegeben wird, sollten Patienten mit Leberproblemen immer erst ihren Arzt konsultieren. Dies gilt auch für männliche Patienten, die sich wegen testosteronbedingtem Prostataleiden in ärztlicher Behandlung befinden.
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