Grundlagen Wirkungen Indikationen Zusammensetzung Dosierung Nebenwirkungen/Kontraindikationen Hinweise
GRUNDLAGEN
Übergewicht gilt heute weltweit als die Hauptursache zahlreicher Krankheiten wie z.B. Bluthochdruck, sämtliche Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zum Herzinfarkt, Leberschäden, Arthritis etc. Nicht nur übermäßige Nahrungsaufnahme sondern auch falsche Ernährung verursachen Übergewicht. Obwohl der Körper in erster Linie Kohlehydrate und Proteine zur Energiegewinnung benötigt, ist der Hauptbestandteil unserer Nahrung heute Fett. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass Fett den hauptsächlichen Energieträger darstellt. Im Hinblick auf den Energiegehalt der wichtigsten Nahrungsbestandteile können folgende Richtwerte herangezogen werden:
1 kcal = 4,2 Kilojoule (kJ) 1 Gramm Kohlehydrat = 4,1 kcal = 17,2 kJ 1 Gramm Eiweiß = 4,1 kcal = 17,2 kJ 1 Gramm Fett = 9,3 kcal = 39,1 kJ
Übermäßig zugeführte Energie (Kalorien) werden vom Körper in Form von Fettdepots abgelagert. Die Folgen sind nicht nur kosmetischer Art, sondern bei langjährig starkem Übergewicht können auch die eingangs erwähnten Krankheiten die Folge sein. Da es für den Organismus sehr schwer ist, bereits angesetztes Fett wieder abzubauen, sollte bei der täglichen Ernährung auf eine möglichst geringe Fettzufuhr geachtet werden. Eine weitere Möglichkeit besteht aber auch darin, die Fettverdauung zu hemmen, indem zum Beispiel überschüssiges Fett bereits im Verdauungstrakt gebunden und in der Folge unverdaut wieder ausgeschieden wird. Eine solche Hemmung der Fettaufnahme kann durch den Nahrungsergänzungsstoff Chitosan gewährleistet werden.
WIRKUNGEN
Bei Chitosan handelt es sich um ein Amino-Polysaccharid, das aus den Schalen von Muscheln sowie den Chitinpanzern von Meereskrustentieren (Krabben, Hummer, Shrimps etc.) extrahiert wird. Im Hinblick auf die Wirkung von Chitosan hat diese Substanz ähnliche Effekte wie ein Magnet. Das Polysaccharid erzeugt im Darm ein positiv geladenes Gel, das die negativ geladenen Fettmoleküle anzieht und an sich bindet. Es entsteht ein großes Polymer (Zusammenschluss vieler Moleküle), das aufgrund seiner Größe nicht mehr verdaut werden kann. Das Polymer «fängt» dann weitere Feststoffe – wie z.B. Zucker und Kohlehydrate – ein, die vom Körper sonst wiederum in Fett umgewandelt und abgelagert werden würden. Die so gebundenen Stoffe scheidet der Körper unverdaut wieder aus.
Auf diese Weise führt Chitosan zu einer effektiven Reduktion der Fettverdauung, was in der Folge zu einer Senkung des Cholesterinspiegels im Blut führt. Da Fett (wie oben erwähnt) mehr als doppelt so viele Kalorien als Kohlehydrate und Eiweiß hat, bietet eine Verminderung der Fettverdauung auch eine effektive Unterstützung beim Abnehmen. Darüber hinaus konnte im Rahmen von Studien auch gezeigt werden, dass die regelmäßige Einnahme von Chitosan zu einer wirksamen Senkung eines erhöhten systolischen Blutdrucks führt.
INDIKATIONEN
Gewichtsreduktion: Chitosan ist die ideale Ergänzung zur Unterstützung einer Diät. Da dieser Nahrungsergänzungsstoff die Fettabsorption vermindert, wird in der Folge ein erheblicher Teil des Fettkalorienanteils in der täglichen Nahrung vom Körper nicht aufgenommen. Da Fett der stärkste Energieträger ist, hilft Chitosan effektiv beim Abnehmen. In einer finnischen Studie konnte gezeigt werden, dass Personen, die Chitosan einnahmen, im Verlauf von vier Wochen acht Prozent ihres Körpergewichtes verloren.
Cholesterinsenkung: In der mitteleuropäischen Bevölkerung ist ein erhöhter Cholesterinspiegel ein häufiges Symptom. Epidemiologischen Untersuchungen zufolge sind erhöhte Blutfette sowie Bluthochdruck für die Entstehung von Herz- und Gefäßerkrankungen hauptursächlich verantwortlich. In Studien erwies sich Chitosan als wirksame Substanz zur effektiven Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels im Blut, wobei es im Speziellen zum Absinken des «schlechten» LDL-Cholesterins sowie zum Ansteigen des «guten» HDL-Cholesterins kommt.
Blutdrucksenkung: In einer anderen wissenschaftlichen Untersuchung führte Chitosan zu einer effektiven Senkung erhöhter Blutdruckwerte bei männlichen Personen mit stark kochsalzreicher Diät. Dieser Effekt kommt vermutlich dadurch zustande, dass Chitosan die Aufnahme von Chlorid im Magen-Darmtrakt vermindert. Da das im Speisesalz enthaltene Natrium und Chlorid langfristig zu einer Überwässerung des Körpers führen kann, vermuten Experten diese Wasserretention als zum Teil ursächliches Prinzip bei der Entstehung von Bluthochdruck.
Weitere positive Effekte von Chitosan: Als zusätzlich günstige Eigenschaften werden Chitosan auch hemmende Effekte auf das Wachstum von Pilzen und Bakterien zugeschrieben. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Fähigkeit zur Unterdrückung des Candida-Wachstums durch Chitosan von Bedeutung. Denn immerhin konnte nachgewiesen werden, dass ein übermäßiges Candida-Wachstum im Darm zu zahlreichen gesundheitlichen Folgestörungen führen kann. Darüber hinaus steigert Chitosan auch die Bioverfügbarkeit von Kalzium, was für Knochen, Zähne sowie Haare von insgesamt positiver Bedeutung ist.
ZUSAMMENSETZUNG
| Eine Kapsel Chitosan (250 mg) enthält: |
| Chitosan |
250 mg |
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| Vitamin C |
25 mg |
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| Chrom-Picolinat |
100 mcg |
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| Eine Kapsel Chitosan (500 mg) enthält: |
| Chitosan |
500 mg |
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| Vitamin C |
50 mg |
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| Chrom-Picolinat |
200 mcg |
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in mikrokristalliner Zellulose.
DOSIERUNG
Im Normalfall je nach Bedarf 1 bis 2 Kapseln Chitosan 30 Minuten vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit einnehmen. Im Rahmen der meisten klinischen Studien wurden pro Tag 3 bis 6 Gramm Chitosanvon den Probanden eingenommen.
NEBENWIRKUNGEN/KONTRAINDIKATIONEN
Von Chitosan sind keine unerwünschten Nebenwirkungen bekannt. Für optimale Resultate ist eine gleichzeitig fettreduzierte Ernährung anzuraten. Wie bei jeder Diät empfiehlt sich auch die zusätzliche Einnahme eines Vitaminpräparates – z.B. Vitachron® female oder Vitachron® male.
HINWEISE
Bei Chitosan handelt es sich nicht um einen essentiellen Nährstoff, weshalb der menschliche Körper auch keine Mangelzustände von Chitosan kennt. Allerdings konnten über einen längeren Zeitraum durchgeführte Studien zeigen, dass bei langfristiger Einnahme von Chitosan eine Beeinträchtigung der Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (Vitamin A, D, E und K) sowie anderen Mineralstoffen nicht ausgeschlossen werden kann. Speziell bei Kindern könnte es dadurch zu einer Beeinflussung des Körperwachstums kommen. In der Schwangerschaft sollte die Einnahme von Chitosan mit dem Arzt abgesprochen werden. Personen mit intestinalem Malabsorptionssyndrom sollten Chitosan nicht einnehmen.
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