Grundlagen Wirkungen Indikationen Zusammensetzung Dosierung Nebenwirkungen/Kontraindikationen Hinweise
GRUNDLAGEN
Phosphatidyl-Serin zählt zu den Phospholipiden, die gleichsam als «Anker» für Eiweißstoffe in den Zellmembranen dienen. Derartige Eiweißmoleküle erfüllen verschiedene wichtige Aufgaben als Rezeptoren, Enzyme oder zum selektiven Stofftransport durch die Membran.
Phosphatidyl-Serin ist ein essentieller Baustein der Zellmembranen und spielt insbesondere bei der Reizübertragung zwischen den Nervenzellen eine bedeutsame Rolle. Sein relativer Mangel im Alter ist eine häufige Ursache für verlangsamte Denkleistung, verringerte Merkfähigkeit und depressive Verstimmung. Substitution von Phosphatidyl-Serin kann daher häufig diese Symptome beheben oder wenigstens lindern.
Selbstverständlich gilt auch für das Gehirn: «Wer rastet, der rostet!» Gedächtnisübungen und rege Teilnahme am sozialen Geschehen statt Rückzug und Desinteresse sind entscheidende Lebensstilfaktoren, die Leistung des Gehirns bis ins hohe Alter zu erhalten. Des weiteren sollten die bekannten Nervengifte, allen voran Zigarettenrauch und übermäßiger Alkoholgenuss, gemieden werden.
Junge Menschen können diesen wichtigen Baustein Phosphatidyl-Serin, der in der Nahrung nur in Spuren vorkommt, in ausreichender Menge selbst synthetisieren. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Fähigkeit ab, sodass etwa ab dem 45. Lebensjahr die Gefahr eines Phosphatidyl-Serin-Mangels ansteigt. Gemeinsam mit einer vernünftigen und aktiven Lebensführung hat daher auch die regelmäßige Substitution von Phosphatidyl-Serin ab dem 45. Lebensjahr ihren berechtigten Platz in der Vorsorge für ein geistig erfülltes Alter.
WIRKUNGEN
Phosphatidyl-Serin kommt vor allem in der weißen Substanz des Gehirns, die ja großteils aus Zellmembranen der Stützzellen besteht, die der Isolierung der Nervenfasern dienen, in großer Menge vor. Aber auch in der Membran der Nervenzellen selbst spielt es eine wichtige Rolle. Nur eine optimale Konsistenz der Membranen ermöglicht eine problemlose Reizübertragung zwischen den einzelnen Zellen.
Wegen seiner Schlüsselstellung in der Reizübertragung im Gehirn verwundert es daher nicht, dass ein Mangel an Phosphatidyl-Serin zu einer Beeinträchtigung der Hirnfunktion führt, die sich in verschlechterter Denkleistung und Merkfähigkeit, aber auch in depressiven Verstimmungen äußern kann. So zeigt die Gabe von Phosphatidyl-Serin vor allem bei der sogenannten «Involutionsdepression», einer durch Depression und kognitiven Abbau gekennzeichneten Erkrankung des höheren Alters, beeindruckende Erfolge.
Zahlreiche Studien befassten sich auch mit der Wirkung von Phosphatidyl-Serin bei Morbus Alzheimer. Der eigentliche Morbus Alzheimer stellt eine spezifische Form der Demenz dar. Bei diesen Patienten schreiten die kognitiven Beeinträchtigungen besonders rasch und heftig voran. Mit fortschreitender Erkrankung gehen immer mehr Gehirnzellen zugrunde, die neuronalen Netzwerke verlieren immer mehr Kapazitäten, wodurch sich die Symptome dramatisch verschlimmern.
So kann ein Patient mit Morbus Alzheimer in einem fortgeschrittenen Stadium oftmals lediglich über 20 Prozent seiner ursprünglichen Nervenbahnen verfügen. Dabei verschlechtert sich nicht nur die Denkleistung, es kann vielmehr zu einer massiven Persönlichkeitsveränderung mit verminderter emotionaler Kontrolle kommen. Eine der ersten doppelblinden Untersuchungen mit Phosphatidyl-Serin wurde bei 35 hospitalisierten Männern und Frauen im Alter zwischen 65 und 91 Jahren durchgeführt. Alle diese Patienten wiesen eine für Morbus Alzheimer charakteristische Verminderung der Merkfähigkeit und Denkleistung auf.
Die Patienten wurden zu Beginn der Studie, nach 1 Woche und nach 6 Wochen sowie 3 Wochen nach Ende der Behandlungsphase untersucht. Mit Hilfe der sogenannten «Crichton Rating Scale», einer standardisierten Skala, wurden Orientierung, Kommunikation, Kooperation, Agitation, Mobilität und Stimmungslage ebenso erfasst wie Kontinenz, Bekleidungs-, Ernährungs- und Schlafmuster. Dabei zeigten sich unter Einnahme von Phosphatidyl-Serin deutliche Verbesserungen in allen untersuchten Parametern.
Es erscheint einleuchtend, dass dieses komplexe Krankheitsgeschehen, dessen genaue Ursachen immer noch nicht erforscht sind, nicht durch die Gabe eines einzelnen Zellmembranbausteines geheilt werden kann. Dennoch zeigte die Gabe von Phosphatidyl-Serin bei Alzheimer-Patienten vor allem im frühen Stadium signifikante Verbesserungen der Hirnleistung. Dies unterstreicht die Bedeutung von Phosphatidyl-Serin und dass dessen Mangel selbst bei so häufigen und klar umschriebenen Krankheiten wie Morbus Alzheimer mit eine Rolle spielt.
INDIKATIONEN
Grundsätzlich können alle Erwachsenen ab dem 45. Lebensjahr von der Einnahme von Phosphatidyl-Serin profitieren. Studien zeigen, dass vor allem ältere Erwachsene, die bereits zu einem ausgeprägteren Rückgang der kognitiven Fähigkeiten wie Erinnerungsvermögen und Lernfähigkeit tendieren, mit Phosphatidyl-Serin deutliche Verbesserungen erzielen können. Daher empfiehlt sich zur Vorsorge die Einnahme des Präparates bereits ab dem 45. Lebensjahr, auch bei Menschen, die noch keine Einschränkung ihrer Gehirnleistungen bemerken.
Zur Therapie altersbedingter Phosphatidyl-Serin-Mangelzustände, die zu Depression, verlangsamter Denkleistung und herabgesetzter Merkfähigkeit führen.
Als Unterstützung bei frühen Formen von Morbus Alzheimer.
ZUSAMMENSETZUNG
Eine Kapsel enthält 300 mg Phosphatidyl-Serin auf pflanzlicher Basis (Soja).
DOSIERUNG
Im Normalfall 1 Kapsel täglich (zum Frühstück) mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.
NEBENWIRKUNGEN/KONTRAINDIKATIONEN
Dass Phosphatidyl-Serin nicht nur eine äußerst effektive sondern auch eine extrem sichere Substanz ist, belegt die große Zahl bisher durchgeführter klinischer Studien. Dabei kam es in keinem der Fälle zu unerwünschten Wechselwirkungen. Auch ältere Patienten mit chronischen Erkrankungen haben die Einnahme von Phosphatidyl-Serin durchwegs gut vertragen.
In allen bisherigen Untersuchungen erwies sich Phosphatidyl-Serin als äußerst gut verträglich. Dieses hochgereinigte Produkt enthält nur noch Spuren von Soja-Eiweiß. Dennoch können beim Vorliegen einer ausgeprägten Soja-Allergie allergische Reaktionen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Derartige Allergien auf Soja sind allerdings äußerst selten.
HINWEISE
Generell wird empfohlen, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsstoffen einen Spezialisten zu konsultieren. Dies gilt insbesondere beim Vorliegen von chronischen Krankheiten und bei regelmäßigem Medikamentenkonsum. Treten unter der Einnahme Beschwerden auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und ihn über die Einnahme informieren.
Dieses Produkt erhalten Sie in Apotheken oder über die Firma Pharmatrans.
Informationen über Preise und Verpackungsgrössen erhalten Sie hier. |