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Carnosin

Für das Altern des Organismus sowie der Zelle selbst werden eine Fülle von Ursachen verantwortlich gemacht. Carnosin hat das Potential, diese Alterungsprozesse durch Schutz und Regeneration von Proteinen und Lipiden zu verlangsamen. Carnosin vermag die Lebensspanne auf der Ebene der Zelle sowie des Organismus zu verlängern.
Grundlagen
Als eine der Hauptursachen für das Altern werden Veränderungen und Schädigungen der Proteine des Körpers betrachtet. Die typischen Alterungsmerkmale wie Faltenbildung der Haut, Kataraktbildung («Grauer Star») sowie neurodegenerative Prozesse sind Ausdruck dieser Veränderungen. Dabei häufen sich die veränderten Proteine im Körper an.
Carnosin ist ein natürlich vorkommendes Dipeptid, das aus den beiden Aminosäuren Beta-Alanin und L-Histidin aufgebaut ist. Es ist ein natürlicher Bestandteil der Nahrung. Wichtigste Nahrungsquelle für Carnosin ist Fleisch. Carnosin nimmt im Alter in den Zellen ab. Eine zusätzliche Zufuhr erscheint besonders bei geringem Fleischkonsum sinnvoll.
Carnosin ist gegen diverse Formen der Proteinveränderungen wirksam. Es besitzt die Fähigkeit, Zellen in einem späten Stadium ihres Lebenszyklus zu verjüngen (Aussehen, Lebensspanne). Von Wissenschaftlern wird Carnosin als multipotent (antioxidativ, antiglykosylierend, aldehydlösend, metallchelierend) beschrieben. Das bedeutet, dass Carnosin in vielen Geweben und Organen und auf unterschiedliche Weise aktiv ist. Besonders hohe Werte an Carnosin finden sich in Muskelzellen (Myozyten) sowie Nervenzellen (Neuronen), die beide zu den langlebigen Zellgruppen gerechnet werden.
Wirkungen
Es ist wissenschaftliche Tatsache, dass die Zellen des Organismus sich nur begrenzt teilen können. Nach jeder Zellteilung nähert sich die Zelle ihrem Tod, der in einer bestimmten Zahl von Zellteilungen festgelegt ist. Carnosin sorgt sozusagen für eine biologische Verjüngung, wenn Zellen sich ihrem Ende nähern, und dieser Stoff kann die zelluläre Homöostase (inneres Milieu des Körpers) aufrechterhalten, was zu einem jugendlichen Erscheinungsbild der Zellen führt.
Zu den wichtigsten Proteinveränderungen des Alterns zählen die Oxidation sowie die Wechselwirkung mit Zuckern («Glykosylierung») oder Aldehyden. Zur Glykosylierung kommt es, wenn Proteine mit Zuckern reagieren. Die Glykosylierung (Verzuckerung von Eiweißmolekülen) mit Entstehung von Proteinkreuzverbindungen («Cross Links») kann zur Bildung von AGE («advanced glycosylated end products» – d. h. unumkehrbare Eiweiß-Zucker-Verbindungen) führen.
Carnosin verhindert die Bildung von verzuckerten Proteinen. Carnosin wirkt aber nicht nur vorbeugend, sondern besitzt die Fähigkeit, bereits glykosylierte Proteine an der Weiterreaktion zu AGE zu hindern. AGE wirkt nämlich schädlich durch das Aussenden fehlerhafter zellulärer Signale und durch die Zunahme an freien Radikalen. Carnosin fungiert somit als eine Art natürlicher Schutz vor Glykosylierungsprozessen im Gehirn.
Carnosin, das reichlich im Gehirn gefunden wird, sorgt dort für eine Verjüngung der Neuronen (Nervenzellen) und führt zu deren Langlebigkeit. Eine wichtige Ursache für Alterungsschäden im Gehirn ist die Oxidation von Fetten in der Zellmembran der Nervenzellen und in ihren Ausläufern (Axonen). Carnosin vernichtet die schädigenden Nebenprodukte dieses Vorgangs.
Weiters schützt Carnosin das Genom (Erbmaterial) von Zellen. Denn Chromosomen mit der DNA (Erbmaterial) können durch oxidative Einwirkungen geschädigt werden (Brüche, Abweichungen) und verklumpen mit zunehmendem Alter. Carnosin kann diese Schäden am zelleigenen Erbmaterial vermindern und Zellen länger intakt halten, was ebenfalls vor zellulärer Alterung sowie Krebsentstehung schützt.
Ein abnormaler Kupfer-Zink-Stoffwechsel zeigt sich bei der Alzheimer-Krankheit, beim Schlaganfall und vielen anderen Krankheiten mit neurologischen Komponenten. Kupfer und Zink sind wichtig für die Informationsübertragung im Gehirn. Carnosin schützt das Gehirn vor den ebenfalls vorhandenen, schädlichen Wirkungen dieser Stoffe (Pufferfunktion). Denn das Gehirn muss Kupfer und Zink abfangen, um seine Funktionen ohne Vergiftung ausführen zu können. Störungen im Kupfer- und Zinkstoffwechsel können die Alzheimer-Krankheit fördern, da sie zu einer beschleunigten Plaquebildung (Überkreuzbindung von Beta-Amyloid durch AGE) im Gehirn beitragen. Schlussendlich schützt Carnosin auch die Endothelzellen der Blutgefäße, welche ebenfalls bei der Alzheimer Krankheit geschädigt sind.
Indikationen
- Bei der Alzheimer Krankheit vermag Carnosin auf verschiedenen Wegen vorteilhaft zu wirken. Carnosin kann die Neuronen (Nervenzellen) durch Verjüngung alternder Zellen schützen. Seine Fähigkeit, Metalle zu binden, wirkt als Schutz vor giftigen Kupfer- und Zinkbelastungen. Außerdem zeigt Carnosin positive Effekte beim Schutz der Haargefäße und hat Einfluss auf die Amyloidbildung.
- Die Glykosylierung wird als wesentlich bei Arteriosklerose, Katarakten (Grauer Star), der Alzheimer Krankheit und dem Elastizitätsverlust der Haut gesehen. Carnosin ist ein sicherer und wirksamer natürlicher Antiglykosylierungs-Wirkstoff.
- Als bislang einziges Antioxidans vermag Carnosin die oxidative Schädigung von Chromosomen zu verhindern, was bedeutend in der Krebsvorsorge ist.
- Carnosin wirkt insgesamt verjüngend auf das Bindegewebe. Dies zeigt sich auch in einer besseren postoperativen Wundheilung, verminderter Faltenbildung und einem besseren Erhalt der Elastizität der Haut.
- In der Linse wird die Abnahme der Sehfähigkeit bei altersbedingtem Katarakt verzögert (Grauer Star). Carnosin-Kapseln erweisen sich bei senilem Katarakt als sehr wirksam.
Zusammensetzung
Eine Kapsel enthält 500 mg L-Carnosin in pharmazeutisch reiner Qualität.
Dosierung
Im Normalfall 2 mal täglich 1 Kapsel mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen, Kontraindikationen
Carnosin erweist sich als völlig sicher und absolut ungiftig. Selbst in höheren Dosen als angegeben wurden keine schädlichen Wirkungen beobachtet.
Hinweise
Carnosin spielt auch in der Präventivmedizin eine bedeutende Rolle. Generell wird aber empfohlen, vor der Einnahme von Carnosin einen Spezialisten zu konsultieren. Beim Vorliegen von Krankheiten oder bei gleichzeitiger Dauereinnahme von Medikamenten sollte Carnosin auf alle Fälle nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewandt werden. Treten unter Carnosin Beschwerden auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und ihn über die Einnahme informieren.
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Wichtige Hinweise:
Unsere Produkte sollen als Präventivmaßnahmen bzw. zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens verstanden werden. Bei der Verwendung zur Behandlung von Krankheiten empfehlen wir unbedingt die vorherige Konsultation Ihres Arztes. |


